Worauf sollte ich bei der Besichtigung einer Immobilie achten?

Blogbeitrag

Worauf sollte ich bei der Besichtigung einer Immobilie achten?

07.09.2026

Einleitung

Eine gründliche Immobilienbesichtigung ist entscheidend, um böse Überraschungen zu vermeiden. Wer eine Immobilie kaufen möchte, muss bei der Besichtigung fünf Kernbereiche systematisch prüfen: Bausubstanz und technischen Zustand, Lage und Umfeld, Ausstattung und Grundriss, Energieeffizienz und Isolation sowie versteckte Mängel inklusive rechtlicher Belastungen. Nur wer diese Bereiche strukturiert durchgeht, trifft eine fundierte Kaufentscheidung statt einer emotionalen.

Dieser Leitfaden richtet sich an Käufer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern – an Interessenten, die ohne eigene Makler-Expertise eine Liegenschaft beurteilen wollen und dabei hohe Ansprüche an Qualität und Substanz stellen. Ob Sie Ihr erstes Eigenheim suchen oder eine Wohnung als Kapitalanlage prüfen: Die hier beschriebenen Prüfpunkte helfen Ihnen, jedes Objekt mit professionellem Auge zu bewerten und mit Ihren persönlichen Bedürfnissen abzugleichen.

Die direkte Antwort auf die Frage "Worauf sollte ich bei der Besichtigung einer Immobilie achten?" in Kürze: Prüfen Sie den Zustand von Dach, Fassade und Keller auf Feuchtigkeit und Risse. Testen Sie Heizung, Sanitär und Elektrik. Bewerten Sie die Lage zu verschiedenen Tageszeiten. Lassen Sie sich den Energieausweis zeigen. Und fordern Sie alle relevanten Dokumente ein – vom Grundbuchauszug bis zum Stockwerkeigentümerreglement.

Was Sie aus diesem Leitfaden mitnehmen:

  • Eine strukturierte Besichtigungsstrategie mit konkreten Schritten für jede Hausbesichtigung

  • Einen vollständigen Fragenkatalog für Verkäufer und Makler

  • Prüfverfahren für Bausubstanz, Technik und Energieeffizienz

  • Wissen über häufige Fallstricke und wie Sie diese vermeiden

  • Eine Checkliste, die Sie bei jedem Besichtigungstermin einsetzen können

Grundlagen einer strukturierten Immobilienbesichtigung verstehen

Der Unterschied zwischen einer spontanen Wohnungsbesichtigung und einer systematischen Besichtigung ist erheblich: Beim spontanen Rundgang lassen Sie sich von Atmosphäre, Einrichtung und Ausblick leiten. Bei der systematischen Besichtigung erfassen Sie alle relevanten Bereiche – technisch, rechtlich, ästhetisch und finanziell – nach einem definierten Schema. Sie machen Ihre Eindrücke vergleichbar und dokumentieren Details, die Ihnen beim blossen Durchlaufen entgehen würden.

Die Vorbereitung beginnt vor dem Besichtigungstermin und idealerweise bereits während der Suche. Verlangen Sie vorab das Exposé mit Baujahr und Wohnfläche, Pläne, den Grundbuchauszug, Baubeschreibungen und Dokumentationen zu bisherigen Renovationen. Fehlen grundlegende Angaben im Exposé, ist das bereits ein erstes Warnsignal. Eine Checkliste hilft Ihnen, beim Termin den Überblick zu behalten und die spätere Wahl zu erleichtern.

Die optimale Besichtigungsstrategie

Besichtigen Sie die Immobilie zu verschiedenen Tageszeiten. Achten Sie bei der Wahl des Termins besonders darauf, welche Lichtverhältnisse und welche Jahreszeit die Einschätzung beeinflussen können. Eine zweite Besichtigung zu anderen Tageszeiten kann auf versteckte Mängel hinweisen, die beim ersten Termin nicht sichtbar waren. Besuchen Sie die Umgebung an verschiedenen Wochentagen – der Lärmpegel variiert zwischen Werktagen und Wochenenden erheblich. Morgens um sieben erkennen Sie den Berufsverkehr, abends die tatsächliche Geräuschkulisse der Nachbarschaft, am Wochenende das Leben im Quartier; die Eindrücke vor Ort können sich je nach Zeitpunkt deutlich verändern.

Besichtigen Sie Immobilien bei Tageslicht für bessere Sichtverhältnisse. Beim Besichtigungstermin sollte Tageslicht genutzt werden, weil künstliches Licht Mängel, Verfärbungen und den tatsächlichen Zustand von Oberflächen verdecken kann. Was unter warmen Spotlights charmant wirkt, zeigt bei Tageslicht möglicherweise Risse, Feuchtigkeitsspuren oder abgenutzte Böden.

Dokumentation und Bewertungssystematik

Machen Sie während der Besichtigung Fotos zur späteren Erinnerung. Diese helfen enorm, wenn Sie mehrere Objekte vergleichen und Details im Nachgang reflektieren möchten. Nehmen Sie einen Zollstock zur Hausbesichtigung mit und messen Sie Räume während der Besichtigung. Die Raumgrössen im Inserat stimmen nicht immer mit der Realität überein, und ob Ihre Möbel in die Räume passen, klären Sie nur durch eigenes Nachmessen.

Nehmen Sie eine Vertrauensperson zur Besichtigung mit. Eine zweite Person bringt Perspektiven ein, die Ihnen selbst entgehen, und dieser zusätzliche Blick ist ein praktischer Vorteil – besonders bei technischen Details wie Feuchtigkeit, Rissen oder dem Zustand der Elektroinstallation. Trennen Sie konsequent objektive Kriterien (Alter der Heizung, Zustand der Fenster, U-Wert laut Energieausweis) von subjektiven Eindrücken (Atmosphäre, Geruch, Raumgefühl). Beides gehört ins Protokoll, aber nur die objektiven Faktoren sind vergleichbar.

Bausubstanz und technische Ausstattung prüfen

Prüfen Sie den äusseren Eindruck sowie den baulichen Zustand und technischen Stand des Gebäudes – denn technische Details entscheiden über den tatsächlichen Wert eines Hauses weit mehr als frisch gestrichene Wände oder eine moderne Küche. „Frisch gestrichene Wände dienen in manchen Fällen dazu, Feuchtigkeitsprobleme kurzfristig zu kaschieren. Wer nur die Oberfläche betrachtet, übersieht die kostenintensivsten Risiken.

Heizung, Sanitär und Elektrik

Prüfen Sie die technischen Installationen wie Heizungs- und Wasseranlagen. Fragen Sie nach dem Alter und der Wartungsintervallen der Heizungsanlage – eine Heizungsanlage hat je nach Typ eine Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren. In der Schweiz werden im Zuge der Dekarbonisierung und des Energiegesetzes zunehmend erneuerbare Systeme wie Wärmepumpen gefordert. Eine alte Ölheizung kann bedeuten, dass in naher Zukunft ein kostenintensiver Ersatz ansteht.

Testen Sie den Wasserdruck an mehreren Stellen im Haus oder der Wohnung. Lassen Sie Warmwasser laufen und prüfen Sie, wie lange es dauert, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Rostflecken, Ablagerungen oder Verfärbungen an Rohren und Armaturen weisen auf Alter oder mangelnde Wartung der Sanitärinstallationen hin.

Achten Sie bei der Elektrik besonders auf den Sicherungskasten: Sind Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter vorhanden? Entspricht die Installation modernen Normen? In Altbauten ist die elektrische Anlage häufig sanierungsbedürftig – ein Kostenpunkt, den viele Käufer bei der Besichtigung übersehen.

Dach, Fassade und Fundament

Beachten Sie Risse im Mauerwerk und Feuchtigkeitsflecken an der Fassade. Vertikale oder diagonale Risse im Fundament können auf Setzungsprobleme hinweisen und erfordern eine Bewertung durch einen Immobiliensachverständigen. Loser Putz und abblätternde Farbe an der Fassade deuten auf Feuchtigkeitsprobleme hin.

Der Keller sollte auf muffigen Geruch und Schimmel überprüft werden. Schimmel im Keller ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern kann auf Stauwasser oder Kapillarfeuchtigkeit hinweisen – Sanierungskosten dafür gehen schnell in die Zehntausende. Prüfen Sie den Dachzustand sowohl von innen (Dachboden) als auch von aussen: Mooseinwuchs, beschädigte Ziegel, undichte Regenrinnen und der Zustand des Schornsteins geben Aufschluss über den Sanierungsbedarf.

Fenster und Isolierung

Überprüfen Sie den Zustand von Fenstern und Türen auf Dichtigkeit und Isolierung. Fensterrahmen haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren – danach wird der Austausch fällig, und die Kosten sind erheblich.

Prüfen Sie, ob Doppel- oder Dreifachverglasung verbaut ist, und testen Sie den Schallschutz direkt vor Ort: Schliessen Sie alle Fenster und Türen und lauschen Sie auf Aussengeräusche. Besonders bei Liegenschaften an verkehrsreichen Standorten oder in der Nähe von Gewerbegebieten ist dieser Test aufschlussreich.

Detaillierte Prüfverfahren und Bewertungsmethoden

Von der oberflächlichen Betrachtung zur fundierten Analyse: Wer die Grundlagen der technischen Prüfung kennt, braucht zusätzlich eine klare Reihenfolge und einen strukturierten Fragenkatalog, um kein Detail zu übersehen.

Strukturierte Besichtigungsreihenfolge

Stellen Sie eine Liste mit Fragen für die Besichtigung auf und arbeiten Sie die folgenden Schritte systematisch ab:

  1. Aussenbereich und Grundstück zuerst: Beurteilen Sie Gelände, Gefälle, Einfahrt und Drainage. Prüfen Sie Aussicht, Sonnen- und Sichtverhältnisse. Klären Sie im Grundbuchauszug Dienstbarkeiten und Bebauungsrechte – diese können den Wert und die Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks erheblich beeinflussen.

  1. Innenbesichtigung von Keller bis Dachboden: Achten Sie auf den Grundriss und die Lichtverhältnisse in den Innenräumen. Beginnen Sie im Keller (Feuchtigkeit, Geruch, Schimmel), arbeiten Sie sich durch alle Wohnräume (Raumhöhen, Schnitt, Nutzbarkeit) und enden Sie im Dachboden (Wärmebrücken, Unterspannung, versteckte Schäden). Prüfen Sie Bodenbeläge, Türen und Fenster auf Abnutzung.

  1. Nachbarschaft und Umgebung abschliessend: Beachten Sie Lärmquellen und die Nachbarschaft bei der Immobilienbesichtigung. Die Lage beeinflusst den Wert der Immobilie erheblich. Infrastruktur wie Schulen und Einkaufsmöglichkeiten ist entscheidend. Prüfen Sie die Verkehrsanbindung an den öffentlichen Verkehr. Nachbarn können die Lebensqualität stark beeinflussen – ein kurzes Gespräch mit den Nachbarn liefert oft wertvolle Informationen, die kein Inserat enthält.

  1. Dokumente und rechtliche Aspekte: Lassen Sie sich den Energieausweis zeigen, um den energetischen Zustand zu prüfen. Dokumente wie Grundbuchauszug und Protokolle der Eigentümerversammlung sind wichtig. Bei Eigentumswohnungen: Prüfen Sie die Rücklagen der Eigentümergemeinschaft – unzureichende Rücklagen bedeuten Risiken durch Sonderumlagen.

Fragenkatalog für Verkäufer und Makler

Stellen Sie während der Besichtigung viele Fragen an den Verkäufer. Prüfen Sie stets die Dokumentationen und stellen Sie gezielte Fragen. Der folgende Fragenkatalog strukturiert die wichtigsten Fragen nach Bereichen; ein erfahrener Immobilienmakler sollte diese Punkte belastbar beantworten können.

Bereich 

Kritische Fragen 

Warnsignale 

Technische Fragen 

Wann wurde die Heizung zuletzt gewartet? Wann wurden Dach und Fenster saniert? Wie haben sich Heiz- und Energiekosten in den letzten drei Jahren entwickelt? 

Fehlende Unterlagen, vage Antworten, keine Wartungsprotokolle 

Rechtliche Aspekte 

Welche baurechtlichen Beschränkungen bestehen? Gibt es Dienstbarkeiten, Baulasten, geplante Bauprojekte im Quartier? 

Unbekannte Dienstbarkeiten, fehlende Baubewilligungen für Umbauten 

Nachbarschaft & Umgebung 

Wie ist der Lärmpegel zu verschiedenen Zeiten? Gibt es Geruchs- oder Lärmbelästigung durch Industrie oder Gewerbe? 

Ausweichende Antworten, Empfehlung nur zu bestimmten Zeiten zu kommen 

Kosten & Finanzen 

Wie hoch sind die aktuellen Nebenkosten? Welche Sanierungskosten stehen an? Wie hoch sind Versicherungs- und Abwassergebühren? 

Keine konkreten Zahlen, fehlende Nebenkostenabrechnungen 

Verkaufsgründe 

Warum verkauft der Eigentümer? Seit wann steht das Objekt zum Kauf? Welche Gegenstände sind im Kauf enthalten? 

Häufige Eigentümerwechsel, überdurchschnittlich lange Vermarktungsdauer 

Vage Formulierungen, fehlende Unterlagen oder Ausflüchte bei Grundsatzfragen sind klare Warnsignale, die eine vertiefte Abklärung erfordern.

Häufige Fallstricke und deren Vermeidung

Selbst gut vorbereitete Käufer tappen bei der Immobilienbesichtigung in typische Fallen. Die drei häufigsten Fehler lassen sich mit klaren Massnahmen vermeiden.

Emotionale Entscheidungen versus rationale Analyse

Sie betreten ein Haus mit Blick auf die Albiskette, die Küche ist frisch renoviert, der Garten einladend – und schon haben Sie Ihr Traumhaus gefunden. Genau hier liegt die Gefahr: Subjektive Begeisterung überlagert die rationale Analyse, und emotionale Euphorie bedeutet nicht automatisch, dass es auch Ihre Traumimmobilie ist. Die Vorstellungen vom Traumhaus im Kopf verhindern, dass Sie kritische Details mit klarem Auge sehen.

Lösung: Arbeiten Sie Ihr Besichtigungsprotokoll konsequent ab – bei jedem Objekt, ohne Ausnahme. Legen Sie nach jeder Besichtigung mindestens 24 bis 48 Stunden Bedenkzeit ein, bevor Sie weitere Schritte unternehmen. Vergleichen Sie Ihre Notizen verschiedener Objekte anhand der gleichen Kriterien, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Übersehen versteckter Mängel

Die teuersten Überraschungen nach dem Kauf betreffen Bereiche, die bei der Besichtigung nicht systematisch geprüft wurden: Dachboden mit Wärmebrücken, Keller mit Kapillarfeuchtigkeit, veraltete Elektroinstallationen hinter verputzten Wänden. Frisch gestrichene Wände in Keller oder Badezimmer sollten besonders misstrauisch machen.

Lösung: Bestehen Sie darauf, alle Bereiche des Gebäudes zu sehen – auch den Dachboden, den Heizungsraum und schwer zugängliche Ecken im Keller. Ziehen Sie bei mindestens einer Besichtigung eine Fachperson bei – einen Bauschadenexperten, Energieberater oder Immobiliensachverständigen, der Mängel erkennt, die dem Laien verborgen bleiben.

Unvollständige Kostenberechnung

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der tatsächlichen Kosten. Viele Käufer kalkulieren Renovierungs- und Modernisierungskosten nicht realistisch. Ein Dach, das in fünf Jahren saniert werden muss, Fenster mit ungenügendem U-Wert, die nach verschärften Vorschriften ersetzt werden müssen, oder fehlende Rücklagen bei der Eigentümergemeinschaft – all das kann die Gesamtkosten um Hunderttausende Franken erhöhen.

Lösung: Erstellen Sie vor jeder Kaufentscheidung eine vollständige Kostenübersicht: Kaufpreis, Nebenkosten, absehbare Sanierungskosten (Dach, Heizung, Fenster), allfällige Sonderumlagen und laufende Unterhaltskosten. Eine realistische Finanzierungsplanung schliesst alle diese Faktoren ein.

Fazit und nächste Schritte

Die strukturierte Immobilienbesichtigung ist keine Nebensache, sondern die Grundlage für eine sichere Kaufentscheidung. Wer Bausubstanz, Technik, Energieeffizienz, Lage und rechtliche Rahmenbedingungen systematisch prüft, schützt sich vor teuren Überraschungen und verhandelt aus einer Position des Wissens.

Ihre nächsten konkreten Schritte:

  1. Checkliste erstellen: Erstellen Sie vor dem nächsten Besichtigungstermin Ihre persönliche Checkliste Hausbesichtigung mit allen in diesem Leitfaden beschriebenen Prüfpunkten.

  1. Besichtigungstermine optimal planen: Vereinbaren Sie mindestens zwei Termine pro Objekt – einen bei Tageslicht unter der Woche, einen am Wochenende – um Lärm, Licht und Umgebung vollständig zu beurteilen.

  1. Fachexperten hinzuziehen: Für die vertiefte Prüfung von Bausubstanz und Technik lohnt sich die Begleitung durch einen Fachexperten ab dem zweiten Besichtigungstermin.

  1. Professionelle Unterstützung prüfen: Wenn Sie nicht nur kaufen, sondern selbst eine Immobilie verkaufen möchten, macht der Unterschied zwischen einem Standardmakler und einem Verkaufsspezialisten den entscheidenden Preisunterschied.

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Welche Werkzeuge und Hilfsmittel sollte ich zur Immobilienbesichtigung mitnehmen?

Nehmen Sie ein Notizbrett mit Ihrer Checkliste, einen Laser-Distanzmesser oder Zollstock, eine leistungsstarke Taschenlampe (besonders für dunkle Ecken im Keller oder auf dem Dachboden) sowie ein Smartphone für Foto- und Sprachmemo-Dokumentationen mit. So können Sie Raummaße und technische Details später objektiv vergleichen.

Kann und sollte ich bei der Besichtigung einen Baugutachter beiziehen?

Ja, bei ernsthaftem Kaufinteresse ist die Begleitung durch einen unabhängigen Bausachverständigen ab dem zweiten Besichtigungstermin sehr zu empfehlen. Ein Experte erkennt verdeckte Mängel an Bausubstanz, Dach oder Dämmung sofort und kann anstehende Sanierungskosten realistisch beziffern, was Ihnen eine starke Verhandlungsgrundlage verschafft.

Was tun, wenn der Verkäufer oder Makler keine Nebenkostenabrechnungen vorlegen kann?

Fehlende oder unvollständige Nebenkostenabrechnungen sind ein klares Warnsignal. Bestehen Sie vor der Abgabe eines verbindlichen Kaufangebots auf Einsicht in die Heiz- und Betriebskostenabrechnungen der letzten zwei bis drei Jahre sowie auf die Einsicht in die Protokolle der Eigentümergemeinschaft (bei Eigentumswohnungen).

Wie viele Besichtigungstermine sind vor einer Kaufentscheidung optimal?

Gehen Sie von mindestens zwei Terminen aus. Der erste Termin dient dem Gesamteindruck und der Erfassung der Grunddaten bei Tageslicht unter der Woche. Beim zweiten Termin – idealerweise zu einer anderen Tageszeit oder am Wochenende – prüfen Sie die Bausubstanz im Detail und bewerten die Lärm- und Lichtverhältnisse sowie das Quartier neu.

verfasst von

Gian Keifer

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